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Durch meine Touren mit dem Motorrad bestand der Bedarf eines einfachen Kochers, der klein und handlich für Unterwegs ist. Er sollte nicht zu viel Platz beanspruchen.

Aus meiner Bundeswehrzeit kannte ich noch diverse Kochgeräte die mit Benzin und welche , die mit Petroleum betrieben wurden. Der Vorteil ist, man hat den Treibstoff für den Kocher im Tank.

Ich habe mich auf die Suche nach so einem Teil gemacht und bin auch bei einer Auktionsplattform fündig geworden.

Es war ein Kocher der Fa. Enders aus dem Jahre 1959 der noch ganz passabel aussieht.
aber seht selbst .

Alle Benzin-Kocher müssen vorgewärmt werden. Dazu wird in eine Schale unterhalb des Brennkopfes etwas Spiritus ( zur Not geht auch Benzin, das rußt und stinkt aber gewaltig) gefüllt und damit wird der Brenner vorgewärmt.

Bei den Enders-Kochern wird durch eine Druckpumpe im Tank etwas Überdruck erzeugt, der den Brennstoff zum Brenner fördert.



Das ist nun der Enders Benzinkocher von 1959 Typ 9061 so wie er bei der Bundeswehr im Einsatz war

In dem Blechgehäuse ist alles untergebracht, was man für den Kocher benötigt.
Beim aufklappen, zieht sich der Brenner in seine Position von ganz alleine.
In der kleinen Schuhcremdose sind die Ersatzdichtungen untergebracht



Im Deckel ist die Bedienungsanleitung fest vernietet.

Hier ist der Enderskocher im Einsatz.




Hier ist nun die ziviele Ausführung des Bundeswehrkochers.
Er nennt sich 9061D.
Im Grunde ist es die gleiche Version, nur einige Teile sind ausgetauscht.
Die Schuhcremdose mit den Ersatzdichtungen und ein Ersatzsicherheitsventiel fehlen.
Dafür ist bei dieser Ausführung ein Fülltrichter mit automatischer Kontrolle der Füllhöhe beigelegt.





Der Enders 9060D ist etwas einfacher aufgebaut.
Er klappt sich nicht automatisch in seine Kochstellung. Man muss den Brenner nebst Vorratstank manuell in seine Endstellung setzen. Auch der Tankinhalt ist etwas weniger.
Die Funktion ist aber identisch mit den ersten beiden Kochern.



Für die Ersatzteilversorgung muss man sich was einfallen lassen.
Für diese Kocher gibt es keine Ersatzteile mehr zu kaufen.
Selbstbau ist gefragt.
Hier gibt es mehr zu sehen Kocher Ersatzteile 



Ein weiterer Benzinkocher ist dieser.
Es ist ein Lizenz oder ein Nachbau eines schwedischen Kochers.
Er ist sehr handlich und klein. Für eine Tasse Kaffee am Morgen ist er völlig ausreichend und auch eine warme Malzeit ist mit diesem Gerät schnell zubereitet.
Auch dieser Kocher muss vorgeheizt werden.
Dazu wird in die kleine Schale unterhalb des Brenners mit etwas Spiritus gefüllt und angezündet.
Wenn der Spiritus fast gänzlich abgebrannt ist, öffnet man das Regelventiel gegen den Urzeigersinn.
Das Benzin ströhmt aus dem Tank in den heißen Brenner und verdampft zu Benzingas.
Dort wird es dann als Gas verbrannt.
Der Brenner ist ziemlich laut. Er faucht ganz schön.
Damit kann man Morgens seine Nachbarn auf dem Zeltplatz aus den Schlafsäcken treiben.


Beim Ausklappen des Benzintankes schiebt sich der Brenner automatisch in seine Poeition.
Am Tank ist keine Pumpe angebracht, wie bei den Kochern von Enders.
Der Druck wird durch Strahlungswäme des Brenners erzeugt.
Durch Hitze wird etwas Benzin im Tank vergast und dehnt sich aus.
Dieser Überdruck reicht aus um den Brennstoff zum Brenner zu fördern.

Selbstverständlich ist auf dem Tank ein Sicherheitsventiel angebracht.




Ein noch einfacherer Kocher ist dieser.
Ein Militärkocher der Schwedischen Armee.
Er ist aufgebaut wie das Kochgeschirr der Bundeswehr.
Allerdings ist hier im Außenmantel ein Winschutz integriert und innen liegt ein Spiritusbrenner bei.

Der Kocher ist sehr Leistungsfähig. Ein Liter Wasser kocht nach ca 10-12 Minuten.

Der Kocher besteht aus
dem Außenmantel der gleichzeitig Windschutz und Auflage für das Kochgeschirr bildet.
Einem Kochbehälter und einem Deckel

Innen ist ein Spiritusbrenner und eine Spiritusvorratsflasche untergebracht

Nach dem Aufklappen der beiden Dratbügel kann der Außenmantel über den Brenner gestellt werden

Darauf kommt dann der Kochbehälter. Der kleine Behälter dient als Deckel oder zum erhitzen kleinerer Mengen.



Ein weiterer Kocher ist der , der FA. Franz Heinze KG in Wuppertal.
Marke "Geniol"
Er wurde bei der Bundeswehr eingeführt, als die Fahrzeugflotte von überwiegend Benzinantrieb auf Dieselantrieb umgestellt wurde.
Der Kocher wird mit Petroleum betrieben. Gleichzeitig ist er auch für den Dieselbetrieb ausgelegt.
Ich habe den Kocher für wenige Euronen bei einem Internetauktionshaus erstanden.
Im Behälter war noch reichlich Flüssigkeit um den Kocher zu testen.

Der Kocher muss vorgeheizt werden, dazu dient der Rapiedvorwärmer. Das ist eine Art Flammenwerfer im Kleinformat.
Er ist auf der linken Behälterseite zu sehen.
Rechts sieht man eine Luftpumpe, mit der ein Luftpolster im Tank aufgebaut wird um den Brennstoff an den Vorwärmer und den Brennerkopf zu befördern.
Links unten ist ein Druckanzeiger zu sehen, das ist gleichzeitig die Einfüllöffnung.
Rechts oben am Behälter sieht man das Überdruckventiel.

Der Kocher ist groß genug um Töpfe von 32 cm Durchmesser darauf abzustellen.
Der aufgeklappte Deckel ist gleichzeitig als Windfang gedacht und beinhaltet ein Werkzeugfach mit den benötigten Werkzeugen und Ersatzteilen

An Werkzeugen ist vorhanden!
zwei Gabelschlüssel und ein Spezialschlüssel für die Düsennadel.
Ferner sind noch zwei Düsenreinigungsnadeln dort untergebracht.
Nicht zu vergessen in der kleinen Box rechts sind die Ersatzdichtungen und eine Ersatzdüse beigelegt.
Die kleine Pinzette im Vordergrund wird zum Ausbau der Düse benötigt.

Im Deckel ist weiterhin eine Bedienungsanleitung fest angebracht.

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